Tagespflegepersonen sollen für den Umgang im Alltag gestärkt werden

Das Familienministerium hat gemeinsam mit dem Landesfachdienst Kindertagespflege NRW e. V. ein neues Fortbildungsmodul für Tagespflegepersonen zur Betreuung von Kindern mit Fluchthintergrund entwickelt. Mit dem neuen Modul sollen die Fachkräfte noch besser auf die Belange der Kinder eingehen können. Gleichzeitig vermittelt es ihnen die nötige Sicherheit im Umgang mit neuen Herausforderungen. Denn auch Kinder aus Flüchtlingsfamilien haben einen Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung. Das neue Fortbildungsmodul wurde jetzt in Düsseldorf vorgestellt.

„Gerade die Kindertagespflege bietet mit ihrer individuellen Ausrichtung und ihrer Familiennähe für Flüchtlingskinder ein gutes und geeignetes Angebot zum Einstieg in die Betreuung“, erklärte Familienminister Joachim Stamp. Die Zahl der Kinder und Familien mit Fluchterfahrung stelle nicht nur die Schulen und Kindertageseinrichtungen, sondern auch die Kindertagespflege vor teilweise ganz neue Herausforderungen.

Ziel ist es, Tagespflegepersonen für die Arbeit mit Kindern, die Fluchterfahrung haben, zu stärken und praktische Anregungen für den Betreuungsalltag zu geben. Dabei stehen unter anderem die folgenden Aspekte im Mittelpunkt der Fortbildung: Wie begegnet die Kindertagespflege Kindern und Familien mit Fluchterfahrung? Wie gelingt eine optimale Betreuung? Welche Möglichkeiten der Unterstützung kann die Kindertagespflege leisten und wo sind die Grenzen?

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen der Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu verbessern. Daher arbeitet sie derzeit intensiv daran, die Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen dauerhaft auskömmlich zu finanzieren und die Qualität weiter zu verbessern. Von den geplanten Reformschritten soll auch die Kindertagespflege profitieren. Familienminister Stamp: „Wir werden dafür Sorge tragen, dass die Kindertagespflege an der Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung in Nordrhein-Westfalen partizipiert.“

Quelle: MKFFI