Seit Februar dieses Jahres gilt für Ditib-Imame eine Sicherheitsüberprüfung durch den Verfassungsschutz, wenn sie NRW-Gefängnisse betreten wollen. Ein Großteil entzieht sich dieser Überprüfung laut Justizministerium jedoch. Waren im Februar 2015 noch 117 Ditib-Prediger in den Gefängnissen tätig, wird aktuell nur noch zwölf der Zutritt gewährt. Dazu erklärt der integrationspolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion NRW, Joachim Stamp:

„Die bekannt gewordenen Zahlen sind zutiefst beunruhigend. Die seelsorgerische Tätigkeit von Grundgesetz treuen Imamen in NRW muss sichergestellt werden. Aufgrund der bekannten Radikalisierungswege in den NRW-Gefängnissen muss Justizminister Kutschaty das Thema ganz oben auf die Agenda nehmen. Eine solche Problematik darf nicht vertagt werden.“