Grüner Castor-Protest ist ein Zeichen der Hilflosigkeit
152 Castor-Behälter warten auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich (FZ) auf ihren Abtransport ins Zwischenlager Ahaus. Die rot-grüne Landesregierung muss sich dieser Aufgabe annehmen, denn die Genehmigung zur Lagerung im FZJ läuft 2013 aus. Der jetzt angekündigte Protest der Grünen gegen NRW-Castor-Transporte trage allerdings nicht zur Problemlösung bei, kommentierte Joachim Stamp, Generalsekretär der FDP in NRW. Denn die Alternative wäre ein Zwischenlager in Jülich.
Stamp forderte die Grünen in NRW auf, Verantwortung zu übernahmen. „Wer sich gegen die Transporte in das Zwischenlager Ahaus wendet, muss auch ehrlich sagen, dass er für ein weiteres Zwischenlager in Jülich ist“, betonte der Liberale. „Diesen Teil verschweigen die Grünen.“
Anstelle des Protests auf der Straße sollte „die grüne Partei ihrem zuständigen Minister, Johannes Remmel, Druck machen“, forderte er. An ein wundersames Verschwinden von „Atomkügelchen“ sollte die NRW-Regierung besser nicht glauben, so Stamp mit Verweis auf die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD). Diese war im Frühjahr dieses Jahres in die missliche Lage geraten, 2285 verschwundenen Brennelemente-Kugeln aus Jülich erklären zu müssen.