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Baugebiet „Am Hölder“

29. März 2011

Über kaum ein Thema wird so unterschiedlich in unseren Orten diskutiert wie über das Neubaugebiet „Am Hölder“. Es erstreckt sich vom Ortseingang neben dem Röttgener Friedhof bis etwa zur Rückseite der Thomaskirche, zu der kleinen Stichstraße „Am Hölder“ und macht dabei einen großen Bogen Richtung Ückesdorf. Dabei bleiben jedoch weiterhin etwa Zwei-Drittel der Felder zwischen Ückesdorf und Röttgen unbebaut.

Der Stadtrat hat den Bebauungsplan beschlossen. Er sieht überwiegend den Bau von Einfamilienhäuser und Doppelhäusern vor. Im unteren Teil des Bogens Richtung Ückesdorf, also beginnend von der Höhe des Friedhofs sind nach Plan dreigeschossige Bauten plus Staffelgeschoss möglich. Gleiches gilt in der Verlängerung des Kurfürstenplatzes. Hier sind laut Stadtverwaltung anspruchsvolle Eigentumswohnungen geplant.

Ich halte die Bebauung an diesen Stellen jedoch für zu hoch und planerisch für einen großen Fehler, weil er je nach Umsetzung des Bebauungsplans den dörflichen Charakter des Ortseingangs durch die Gebäudehöhe massiv beeinträchtigt. Mein Änderungsantrag wurde jedoch von der Verwaltung und von den Stadtratsfraktionen von CDU, Grünen und SPD abgelehnt, obwohl sich auch Mitglieder der Röttgener CDU mit großem Engagement für die Geschossreduzierung eingesetzt haben. Leider konnten wir uns hier nicht durchsetzen. Insbesondere die Stadtverwaltung drängte darauf, keine Veränderungen am Bebauungsplan mehr zuzulassen, um das Baugebiet zügig zu erschließen. Da aber bereits seit Mitte der 1990er Jahre an dem Gebiet geplant wird und da aufgrund von strittigen Eigentumsfragen der Beginn der Erschließung weiterhin völlig offen ist, wäre eine Verzögerung von einigen Monaten durch eine Änderung des Bebauungsplans meiner Meinung nach überhaupt kein Problem gewesen. Die Mehrheit im Stadtrat sah das leider anders.

Allerdings ist der weit überwiegende Teil des Baugebietes sehr gelungen. Ich sehe jetzt die Aufgabe, das Gebiet so zu gestalten, dass es zu Röttgen passt. Dabei werde ich mich insbesondere für Seniorenwohnen einsetzen. Denn neben vielen jungen Familien interessieren sich insbesondere älter Mitbürger für geeigneten Wohnraum „Am Hölder“.

Nahezu wöchentlich erreichen mich Anfragen, wann mit einer Erschließung des Baugebietes zu rechnen ist. Dazu habe ich von der Verwaltung weiterhin keine klare Aussage. Sobald ich eine verbindliche Auskunft habe, werde ich Sie informieren.